morgendliche Fahrradkapriolen

08.06.2006, 19:28 von jovelstefan

Heute mal eine Schote.

Da will ich heute morgen gemütlich zur Arbeit juckeln und mein Fahrrad aus dem Fahrradschuppen holen, da fällt mir auf, dass ich irgendwie keinen Fahrradschlüssel habe. Komisch. Verloren? Ach nee, S. hat ja gestern mein Fahrrad benutzt. Doof nur, dass S. schon vor 10 Minuten aus dem Haus ist und selbst auf dem Weg zur Arbeit. Also erstmal Handy raus, mit S. geschnackt (sorry, sagt man hier ja so) und einen brillianten Plan entwickelt: S. (inzwischen spät dran) hinterlegt den Fahrradschlüssel beim Tabaklädchen, vor dem sie gerade steht und ich hol ihn mir da wieder ab.

So weit, so gut. Ich ziehe also los, das abgeschlossene Hinterrad angehoben latsche ich Richtung Tabakladen. War doch weiter als gedacht und so ein halbes Fahrrad wird irgendwann auch ganz schön schwer, aber ich habe es dann doch geschafft. Im Tabakladen habe ich dann brav meinen Namen gesagt und auch den Schlüssel ausgehändigt bekommen. Kaum habe ich das Fahrrad aufgeschlossen höre ich hinter mir ein freundliches „Moin! Ist das Ihr Fahrrad?“

Tja, die beiden Herren in blau waren von der Hamburger Polizei und auf der Suche nach dem Strolch, der das geklaute Fahrrad durch Altona trägt. Da hatte wohl jemand 110 gewählt, nachdem er mich alten Ganoven beobachtet hat.

Nach der Überprüfung der Personalien und der Fahrradrahmennummer war ich dann natürlich entlastet und eigentlich doch recht erleichtert. Ja, eigentlich hab ich ja nichts gemacht, ich weiß, aber ich wette, dass die münsteraner Polizei mir sicher noch 10€ für das nicht funktionierende Vorderlicht abgenommen hätte.

Wie sagte der Polizist noch zum Abschied: „Jetzt sind Sie wenigstens wach, nich‘?“…



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