San Christobal de las Casas

16.10.2006, 01:13 von jovelstefan

Hallo zusammen, endlich mal wieder Zeit, die Ereignisse der letzen Tage ins Blog zu hacken! Das werden auch meine letzten Beiträge aus Mexiko sein, denn die letzten Tage bis Donnerstag werden wir abseits von jeglicher modernen Welt verbringen. Aber von vorne…

San Christobal de las Casas ist ein Städtchen im mexikanischen Hochland, das vor allem durch seine starke Prägung durch die Kolonialzeit auffällt. Zum ersten Mal hier in Mexiko konnte ich eine Stadt als schön bezeichnen. Sehr schön sogar.

Es gibt viele Kirchen und schöne Häuser, der Verkehr hält sich in Grenzen und der Tourismus hat noch nicht Überhand genommen. So konnten wir auch noch ein bisschen Geld sparen, da hier Unterkunft und Essen sehr günstig sind. Ausserdem ist es durch die hohe Lage (knapp 2000m hoch) auch viel angenehmer, was Temperatur und Luftfeuchtigkeit angeht. Fast könnte man sagen, es war kalt… Wir waren drei Tage dort und haben viel zusammen mit Louise und James (den Australiern) unternommen, später kam auch noch Volker aus Palenque nach. Wir hatten sehr viel Spass zusammen und hoffen, dass wir in Hamburg noch einmal Besuch bekommen…

Kathedrale von San ChristobalZur Stadt: Es gab einen grossen Markt mit reichlich Früchten, Gemüse, lebenden Hühnern und Puten, Blumen, Gewürzen, Bohnen in allen Farben und noch mehr. Das Zentrum ist durch einen grossen Platz mit reichlich Grün und Strassenhändlern geprägt, direkt daneben steht die Kathedrale. Um den Ort herum erstrecken sich Hügel und Berge und statt Palmen gibt es Nadelwald. Der Kaffee der Region (Chiapas) ist auch köstlich (S. fand ihn allerdings etwas stark und verwirrte die Kellner mit ihren Milchnachforderungen…). Eigentlich wollten wir ja nicht mehr hier hoch fahren, aber die spontane Entscheidung, doch noch den Abstecher in den Süden zu machen, war goldrichtig. San Christobal wurde seinem Ruf als schönste Stadt Mexikos absolut gerecht.

Lustig war auch die spontane Aktion einer Gruppe mexikanischer Schülerinnen, die zur Verbesserung ihres Englisch ein Videointerview mit uns für die Schule gemacht haben. Davon gibt es auch ein schönes Erinnerungsfoto:

Interview mit Mexikanerinnen

Danach sollte es per Nachtbus nach Belize gehen, endlich wieder ans karibische Meer. Die Fahrt war wieder recht angenehm, S. hat sogar so gut geschlafen, dass sie den Zwischenstop um 1 Uhr nachts an den drei Hühnchenhütten im nirgendwo verpennt hat, obwohl aus allen drei Hütten die Besitzer mit Megaphonen ihre fantastischen Angebote angepriesen haben und alle 2,3 Minuten ein 80-Tonner neben dem Bus vorbei brauste. Sie kam also ausgeschlafen in Chetumal an der Grenze zu Belize an, wo wir den Bus wechseln mussten…



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