H. Mankell: Die Rückkehr des Tanzlehrers

08.11.2006, 01:42 von jovelstefan

Kein Wallander, aber ein typischer Mankell. Wie bisher alle Kriminalromane von Henning Mankell habe ich „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ nur so verschlungen.

Die Story: Stefan Lindman ist ein junger Polizeibeamter, der soeben die Nachricht erhalten hat, dass er Zungenkrebs hat. Geschockt erfährt er kurz darauf auch noch, dass sein ehemaliger Kollege Herbert Molin, inzwischen pensioniert, brutal hingerichtet wurde. Da er nicht weiß, wie er mit seiner Krankheit umgehen soll, fährt er zum Tatort nach Norrland, um sich abzulenken. So rutscht er unbeabsichtigt in die Ermittlungen seiner Kollegen vor Ort und findet Dinge aus der Vergangenheit Herbert Molins heraus, die möglicherweise mit dem Mordfall in Verbindung stehen. Auf eigene Faust gräbt er weiter und kommt so den Hintergründen immer näher des Falls immer näher: Die Lösung liegt weit in der Vergangenheit: Im zweiten Weltkrieg.

Wie in jedem Krimi schafft es Mankell schnell einen Spannungsbogen aufzubauen, der bis zum Showdown gehalten wird. Wie in den Wallander-Romanen arbeitet Mankell den Charakter der Hauptfigur mit vielen Details heraus und verknüpft den Mordfall mit dessen persönlichem Schicksal. Der Leser ist den Ermittlern meist einen Schritt voraus, da auch die Motive des Mörders und seine Situation parallel geschildert werden. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch, im Gegenteil, man wartet immer gespannt darauf, wann die Ermittler dem Mörder einen Schritt näher kommen. Dieser ist trotz der Grausamkeit seiner Taten sehr menschlich, da auch sein Charakter gefühlvoll, wenn auch sachlich, herausgearbeitet wird.

Wer die Wallander-Romane geliebt hat, wird auch diesen Krimi lieben. Immer spannend, fesselnd, typisch Mankell!

Jetzt schnell bei Amazon kaufen!



Kommentare geschlossen