Quick Update StudiVZ

01.12.2006, 14:16 von jovelstefan

Tja, neue Bugs gibt es erstmal nicht zu vermelden. Nach der Ankündigung im StudiVZ-Blog, dass doch jetzt bitte alle Hacker losziehen sollen um weitere Bugs zu finden, ist die Seite seit gestern offline. Und das wird sie anscheinend auch noch bis heute Nacht sein.

Ist es eigentlich eine gute Idee, Hackern 256 Euro zu bezahlen, wenn sie einen Bug finden? Naja. Erstens kann man darüber streiten, ob ein solcher Aufruf legal ist. Zweitens ist es vielleicht nicht so clever, Hacker zum wilden Herumspielen am eigenen Live-System aufzufordern. Gerade wenn in den Tagen zuvor eine Sicherheitslücke nach der anderen aufgetaucht ist. Drittens ist ein Betrag von 256 (oh, lustige 2er-Potenz) Euro ganz schön lächerlich, wenn man sich anschaut, was gute Entwickler kosten würden und dass 2,5 Millionen Euro Venture Capital hinter StudiVZ stehen (das nochmal zum Thema „kleine Studentenbude“).

Um das Thema für heute zu beschließen, noch eine kleine Presseschau. Die etablierten Schreibstuben bekommen auch langsam Wind von der Sache:

Die Frankfurter Rundschau berichtet u.a., dass sich der Berliner Datenschutzbeauftragte inzwischen mit StudiVZ beschäftigt.

Die Welt reflektiert die Geschehnisse um StudiVZ in einem 4-seitigen Bericht mit der Überschrift „Wie Deutschlands heißestes Start-Up vor die Wand fährt“. Interessant das Fazit:

[..] Und nach WELT.de-Informationen ist Ehssan Dariani inzwischen von der externen Kommunikation entbunden. Es sind Rettungsanker, die möglicherweise zu spät geworfen werden.

Auch regionale Zeitungen berichten.

Der ReferentInnenrat der Humboldt-Uni Berlin warnt vor dem Studentennetzwerk.

Und der Hackeraufruf findet vielleicht auch Futter in nichtdeutschen Landen.



1 Kommentar

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