Verletzte Eitelkeiten

08.02.2007, 20:51 von jovelstefan

Anscheinend ist gestern eine dufte neue Zeitschrift erschienen: Vanity Fair soll so etwas sein, wie ein Magazin zu allem, oder so. Ein „General-Interest-Magazin“ für eine Elite, die nicht genau definiert ist (sagt der Chefe in der FAZ). Sowas wie eine Mischung aus Gala und manager-magazin vielleicht? Ich hab’s nicht verstanden. Andere auch nicht:

Ob wir wirklich immer die Magazine bekommen, die wir verdienen? Ich hoffe nicht.

Schlußendlich bleibt das Bild eines großen Trauerspiels. Zu einem Abverkaufspreis von 1 Euro will Condé Nast mit Till Schweiger die neue Elite des neuen Deutschland erreichen. Viel Erfolg dabei!

sagt Mark Pohlmann im Themenblog. Die Till Schweiger-Anmerkung bezieht sich hier auf das tolle Titelblatt eines halbnackten Schweiger mit Zicklein. Süüüüß! Bild davon bei Thomas Knüwer, der lobt:

Hätte die „Apotheken-Rundschau“ nicht besser arrangieren können.

Stefan Niggemeier hat auch noch was Positives an Vanity Fairs Debut finden können:

Ich hatte mir die neue „Vanity Fair” für die lange Rückreise aus Marl gekauft, war aber schon in Hamm froh, dass hinten Sudokus drin sind.

Man kann nur hoffen, dass die nächsten Ausgaben ähnlich schlecht werden, damit wir weiterhin solch herrlich zynische Kritiken erleben dürfen.

Am Kiosk fragte ich mich übrigens eben kurz, ob ich gerade wegen dieser leicht unvorteilhaften Kritiken mal den Euro investieren sollte. Ich hab mir dann aber ein Twix gekauft.

[Edit] Herrliches Bashing auch bei der Netzeitung. Weiter so!



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