Schwanzvergleich in neuer Dimension
16.02.2007, 12:28 von jovelstefanDirk Olbertz, Betreiber der Blogplattform blogger.de und – wichtiger – der Blogstatistikseite blogscout.de hat ein neues Tool für den blogosphärischen Schwanzvergleich live gestellt. Hierfür verwendet er die Zahlen seiner Spielwiese, in der die deutschen Blogs nicht nach reinem Traffic oder den existierenden Verlinkungen gerankt werden, sondern die Zahl der tatsächlich geklickten Links zwischen Blogs gezählt werden. So kann man in absoluten Zahlen sehen, welche Blogs wieviel Besucher auf dem eigenen Blog generiert haben (In-Clicks/In-Blogs). Umgekehrt kann man auch sehen, wohin die Besucher weitergewandert sind (Out-Clicks/Out-Blogs). Alleine schon so ein tolles Tool. [Anmerkung: Natürlich funktioniert das nur für Blogs, die auch bei blogscout registriert sind. Dies dürfte aber für einen hohen Satz der relevanten deutschen Blogs der Fall sein.]

Aus diesen Zahlen hat Dirk nun eine neue Topliste generiert, wobei er noch geheim hält, welche Formel für die Punktevergabe angewendet wird. Das lässt Raum für Mutmaßungen, den ich hier auch mal nutzen will. Mein jovelblog ist nämlich auffallend hoch gerankt (Platz 45), was mich einerseits freut, andererseits wundert und guterseits vielleicht die Mutmaßungen leichter begründbar macht. Schauen wir also mal, was das jovelblog so ausmacht und was zu seinem guten Ranking führen könnte.
- Im reinen Trafficranking bei Blogscout ist das jovelblog in den letzten 30 Tagen im Bereich zwischen Platz 200 und 500 unterwegs gewesen.
- Die Anzahl der Suchanfragen ist verhältnismäßig niedrig, schwankt im Bereich von 5-20%.
- Die absoluten Zahlen in der Spielwiese sind auch nicht besonders, liegen immer am unteren Ende des Ranking, also bei Platz 170-200.
- Die Anzahl der Out-Links und Out-Blogs ist unterirdisch ;)
Aus dem letzten beiden Fakten läßt sich schließen, dass das gute Verhältnis zwischen Out-Clicks und Out-Links zu dem guten Ranking des jovelblog führt. Ich kann aber auch bei den topplatzierten Blogs irgendwie keinen Algorithmus erkennen. Lawblog z.B. hat einen sehr viel höheres Verhältnis von Out-Clicks zu In-Clicks als die anderen, Basic Thinking ist in den absoluten Klickzahlen nicht ganz vorne, aber jeweils bei den Out/In-Blogs/Links und in der Topliste mit großem Abstand die Nummer 1. Blogs ohne In-Daten sind gar nicht in der Topliste (da scheint es also ein multiplikatives oder reziprokes Verhälnis zu geben).
Was haben wir also gerade gelernt? Nichts. Ich bin gespannt, wie Dirk auf das Ranking kommt, und ob die Berechnung Sinn macht. Vielleicht gibt es ja noch Erkenntnisse anderer Blogger?









