Aus, aus! Das Spiel ist aus!

06.04.2007, 01:39 von jovelstefan

Nach Schule und Wehrdienst kam das Studium. Phase 3 meines Lebens ist seit Mittwoch, 17.30 Uhr beendet. Diplomarbeit in zweifacher Ausführung vorgelegt, deutschen Bürokraten-Eingangsstempel bekommen, tschüss bis denne gesagt. Das war es also. Meine Gefühlswelt bewegte sich seitdem zwischen glückselig, zufrieden, euphorisch und ausgelassen.

Die letzten Wochen waren die schlimmsten des Studiums. Keine Zeit für andere Dinge mehr, Angst davor, nicht rechtzeitig fertig zu werden, eine vernachlässigte Freundin, ein vernachlässigtes Sozialleben, ein vernachlässigter Körper. Sport? Nö, keine Lust. Lecker was kochen? Nö, TK geht schneller. Mal wieder schön einen heben? Nö, wegen is nich.

Gestern Abend musste natürlich gut gefeiert werden. Um acht die erste Flasche Nuttenbrause geköpft, um halb sieben die Haustier wieder aufgeschlossen. Kurz davor dachte ich noch: „Wie schön es doch ist, besoffen nach Hause zu fahren, wenn es schon hell ist. Die Unfallgefahr ist viel niedriger!“ Drei Minuten später schrammte ich mir den Knöchel von der Pedale abrutschend an einer Mauer auf. Komischerweise innen. Wie ich das genau geschafft habe, kann ich leider nicht mehr nachvollziehen. Immerhin hatte ich ja aber mein Fahrrad noch wiedergefunden, Eric hatte da mehr Probleme. Haha.

Der Tag heute: Eine Zunge wie ein Weidenkätzchen, ein Körpergeruch wie das neue Veltins V+Zigarettenasche (unwegduschbar), Augen wie Karl Dall, ein Kopp wie eine Blechtrommel (poch, poch, poch, poch), eine Stimme wie Rod Steward mit Kehlkopfkatarrh und eine Lethargie wie ein Zweifingerfaultier. Schön, zu wissen, dass das noch geht, auch nach so langer Pause. Ich bin stolz auf meine Leistung.

Jetzt wieder Leben. Und ich hab gleich ein paar schöne Termine, herrlich, alles nachholen: Oma und Opa besuchen, Eltern besuchen, Freunde besuchen, Berlin besuchen. Das wird alles ganz wunderbar. Glückselig gerade.



2 Kommentare

  1. bosch | 06.04.2007 16:30

    Herzlichen Glückwunsch!

  2. Jolly Schoeffel | 07.04.2007 18:04

    Hey Stefan,

    gut zu wissen, daß es Dir am Donnerstag auch nicht besser ging. Ich sag ja immer: keine Kurzen dazu! Aber was soll man denn machen, wenn die (polnische?) Bedienung einen (oder zwei oder drei???) ausgibt? Mir ging es am Donnerstag so elendig wie lange nicht mehr (ich bin ganz offensichtlich komplett aus der Übung!). Mensaessen war beinahe eine Qual und nur durch Aspirin und striktes Alkoholverbot konnte ich mich auf den Beinen halten, um zu dem Konzert (der eigentliche Zweck meines Münsteraufenthaltes) zu gehen.

    War trotz aller Nachwehen aber ein ziemlich starker Abend mit Euch!!! Mille grazie!

    Grüße
    Jolly Schoeffel

    P.S. Ich hoffe, Eric hat sein Fahrrad wiedergefunden…