Lust und Leidenschaft
13.07.2007, 10:21 von jovelstefanManchmal wird man einfach gepackt.
Es geht zunächst ganz langsam los. Man ist ganz vorsichtig, behutsam, versucht sich zunächst langsam heranzutasten. Man hat noch Hemmungen, ist unsicher, weiß nicht genau wohin, wie schnell. Aber nach und nach packt einen die Lust, man wird euphorischer, die ersten Glückshormone werden ausgeschüttet. Der Regen stört kein bisschen, im Gegenteil. Die Haut wird immer nasser, Tropfen fallen vom Kinn herunter und trotzdem ist einem überhaupt nicht kalt.
Irgendwann werden die Bewegungen intensiver, man hört auf zu denken, handelt nur noch instinktiv. Nicht immer richtig, aber immer mit Leidenschaft. Man traut sich immer mehr zu, probiert Dinge aus, von denen man nicht weiß, ob sie auch funktionieren. Der Adrenalinspiegel steigt, man möchte, dass es so schnell nicht mehr aufhört. Der Geruch von nassem Gras kitzelt in der Nase, ein Geruch, den man immer wiedererkennt und den man immer wiedererleben will.
Je länger es dauert, desto mehr verschwimmt der Alltag um einen herum, nach einiger Zeit spürt man eine positive Müdigkeit, der Körper gibt die ersten Signale, dass es nicht mehr länger geht. Und doch zwingt man sich weiter zu machen, will nicht, dass es schon vorbei ist. Schweiß mischt sich mit dem Regen im Haar, auf dem Rücken. Pure Extase, Schwindelgefühle!
Dann ist es doch irgendwann zu Ende. Man ist müde, abgekämpft, völlig erschöpft, rien ne va plus. Die Zigarette danach beruhigt den aufgedrehten Kreislauf, die Kehle ist ausgetrocknet, man sehnt ein Bier herbei, man ist einfach nur glücklich.
Was für ein herrliches Gefühl es doch ist, nach gut 4 Monaten Abstinenz mal wieder 2 Stunden richtig Fußball zu spielen! Sogar der Muskelkater fühlt sich heute noch gut an.









