April – 2008 – jovelblog

Archiv für April 2008

Auf die linke Tour

18.04.2008, 11:00 von jovelstefan | 8 Kommentare

Neulich im Foyer bei SinnerSchrader am Standort in Hamburg.

Blogger 1: Ich hab‘ vielleicht was erlebt! Das muss ich sofort verbloggen.

Blogger 2: Bei aller Freundschaft – ich habe das ja eben auch mitbekommen. Weißt du eigentlich, wie schwer es manchmal ist Themen zu finden? Das ist eindeutig was für mein Blog!

Blogger 1: Nix da, in meins.

Blogger 3 schlendert vorbei: Im Normalfall verblogge ich ja nichts Berufliches, aber das hier ist ja von allgemeiner Natur…

Blogger 4: Außerdem habt ihr ja dauernd was zu erzählen. Mein Blog hat lange keinen Content mehr gesehen, also gehört das Thema mir!

Blogger 5: Ist mir doch alles egal. Ich blogge auf Englisch: Es lest sowieso hier keine mein Blog.

jovelstefan: Och, ich blog das einfach heimlich. Getwittert) isses ja schon lange.

Blogger 2: Ich hau jetzt schnell hier ab, bloß schnell weg in die Mittagspause, sonst bekommen womöglich noch mehr Blogger davon Wind!

Blogger 7 sagt nichts, aber denkt: Nichts ist blöder als Meta-Blogging!

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Hörgenuss von der re:publica08

07.04.2008, 23:08 von jovelstefan | 2 Kommentare

Drüben auf dem HZM-Podcast gibt es zwei neue Audio-Tracks, direkt von der re:publica08. Da ist zunächst der Podcast, leider (ja, wirklich leider) ohne den Sven. Der war nicht da und kann sich ärgern. Dafür aber mit dem Bosch. Ein feines Stück Mensch mit sehr intelligenten Aussagen und ein bisschen Humor hat er auch. Das war ne Wucht und es ist sehr hörenswert, was wir da so von der re:publica in Berlin erzählen:

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Ab zum Podblog…!

jovelstefan und bosch beim podcasten
Bildchen vom Herrn Hogenkamp geschossen…

Und dann ist da noch ein nettes Sample. Ich bin nach der Konferenz mal mit dem Mikro surch die Menge gegangen und habe Statements eingesammelt: „Dein Fazit zur re:publica in einem Satz?“ Interessant, wie wenig spontan der ein oder andere ist. Trotzdem ein schöner Querschlag durch die Meinungen zur re:publica:

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Twitterkonferenz re:publica

04.04.2008, 10:13 von jovelstefan | 4 Kommentare

Während ich im Foyer der re:publica08 dem Frühstücksfernsehen von Daniel, Franzi und Thomas lausche, fange ich zu Beginn des dritten Tages zum ersten Mal zu reflektieren an. Wie im letzten Jahr ist das hier wieder wie eine Klassenfahrt mit vielen netten Manschen, die ganz viel zu erzählen haben, sehr witzige Sachen sagen, so dass ich ganz viel lache und alles ist ganz kuschelig und alle haben sich lieb. Da draußen versteht das kaum jemand, weil das ja hier alles nur Freaks sind, die in ihrer eigenen Welt leben. Und das stimmt immer mehr. Was sich im Vergleich zu letztem Jahr nämlich ganz anders ist: Bloggen ist raus. Die Bloggerszene gibt sich selbst auf. Twittern heißt das neu Spiel. re:publica08, eine Twitterkonferenz.  Der Sven hat sich damit ganz ausführlich auseinander gesetzt und das ist toll, dass er das macht, denn da kann man auch später noch nachlesen, was hier so passiert ist. Und der Sven ist ja nicht mal hier. Bevor du hier jetzt weiterliest, erstmal Sven lesen, da weisste Bescheid.

Hallo, wieder da? Ich mach also auch mit, bei diesem Twittergedängel. Ich schreibe dann in 140 Zeichen, dass das Mädel in der S-Bahn gerade das ausgedruckte Bildblog liest, dass in Neukölln zu viel Hundekacke liegt oder dass ich ein Ladekabel für mein Handy brauche. Ich spar mir inzwischen auch das Klingeln an der Tür:

Bin ich hier richtig? Komm mal jemand zur Tür!

Großartig, 20 Sec nach meinem letzten Tweet macht mir der Gastgeber die Tür auf. Klingeln ist sowas von 2007

Das macht auch ganz viel Spaß, aber, wie Sven ja schrieb, keine Sau findet nachher in einem sinnvollen Zusammenhang, was eigentlich so alles passiert ist. Getwitter hat eine Halbwertszeit von vielleicht einer Stunde, wenn überhaupt, danach ist das alles total irrelevant. Bloggen hingegen ist relevant (behaupte ich). Was ich so verblogge, ist auch noch in Jahren zu ergoogeln und hat im Normalfall auch noch nach Monaten Relevanz. Ich bekomme auf uralte Blogeinträge noch Kommentare von netten Menschen, die das Thema beschäftigt, das ich da so verbloggt habe.

Und damit führen die Blogger ihre „Branche“ ad absurdum. Dadurch, dass hier ungefähr 400 Leute den ganzen Tag nur twittern, nehmen sie sich selbst die Relevanz, die sie sich doch eigentlich in den letzten Jahre aufgebaut haben. Die sie auch immer wieder fordern. Die Szene ist überzeugt davon, dass sie durch das Bloggen die öffentliche Meinung beeinflussen können und das auch tun. Durch das Microblogging über Twitter zerstören sich die Blogger das gerade selbst. Mal provokant gesagt.

Meine Konsequenz: Ich mache mir vorher bewusst, welche Relevanz das hat, was ich so publiziere und wähle danach den Kanal. Irrelevantes shoute ich über Twitter raus, Substanzielles mit einer längeren Halbwertszeit geht ins Blog. Das habe ich bis heute nicht so bewusst getan.

Ach ja, und überhaupt: Keine Sau da draußen kennt/versteht/nutzt Twitter. Wir sind wirklich Freaks, wir komischen Blogger.

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hochpersonalisierter Kaffee

02.04.2008, 14:49 von jovelstefan | 1 Kommentar

Während ich mich auf der re:publica bei einem recht drögen Vortrag langweile, nutze ich doch die Zeit um ein Foto von Kaffee zu posten. Kaffee, der ganz persönlich extra für mich individuell ausgewählt, aromatisiert, verpackt und beschriftet wurde. Möglich ist das seit ein paar Wochen bei sonntagmorgen.com, ein sympathisches Startup aus meiner Heimat Münster. Till und Tamer sind total engagiert und verkaufen nebenbei ganz vorzügliche Produkte, die man wenigstens mal probieren sollte, tolle Sache.

Für mich gab es – wie sollte es anders sein – eine große Portion jovelkaffee, mit der ich inzwischen auch den Sven beglückt habe!

jovelkaffee

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