Dr. Willy im Irrwisch über Jogurette

25.08.2008, 22:53 von jovelstefan

Damals (1995), als ich noch jung war (15), da hatte ich die fixe Idee, mit einer elektrischen Schreibmaschine, einem Stabilo Schwarz, Schere, Klebe und Kopierer eine eigene Zeitung herauszubringen. Und so schrieb, schnitt, klebte und kopierte ich und heraus kam der „Irrwisch“. Eine dolle Zeitung für 50 Pfennig, die ich in der Klasse verkaufte. Ja, es haben sich tatsächlich 2, 3 Käufer gefunden. Diese kopierte und zusammengetackerte DIN A4-Zettel-Sammlung habe ich gestern beim Aufräumen wiedergefunden und war schlichtweg begeistert ob der fantastischen Schreibe, die ich damals schon an den Tag legte.

Und so veröffentliche ich hier stolz die Parodie auf Dr. Willy E. J. Schneidrzik, der damals in der „Prisma“, dieser Lokalzeitungs-Fernsehprogramm-Beilage mit den Treppenlift-Anzeigen, eine medizinische Kolumne hatte. Thema in der damaligen Erstausgabe des „Irrwisch“ waren die bescheuerten Jogurette-TV-Spots von einst…

Viele junge Frauen (nur selten Männer!) werden nachts wach und wandern zum Kühlschrank, um ihre geheime Sucht zu befriedigen: Schokolade! Aber es muss Yogurette sein. Die schmeckt leicht und lecker. Nach Joghurt und Erdbeeren… einfach himmlisch.

Wenn man die betroffenen Frauen nach Ursachen für ihre Schoko-Sucht fragt, antworten sie bloß: „Ja, die Yogurette, die schmeckt so himmlisch joghurtleicht!!!“ Die wahren Ursachen für die Abhängigkeit sind wahrscheinlich aber doch anderer Natur. Yogurette-abhängige Frauen werden zum Beispiel durch ihre Sucht immer hübscher und bekommen beim Joggen oft Komplimente von Männern nachgerufen.

Auch kann es vorkommen, dass den Süchtigen von ihren männlichen Partnern ein Kühlschrank, vollgestopft mit Yogurette, bis an den Strand hinterher getragen wird. Dazu eine Betroffene: „Das geht aber auch einfacher!!“

Manche Abhängige sind hingegen urplötzlich vom Segelsport begeistert und hoffen mit Hilfe einer Ration Yogurette bessere Windverhältnisse zu bekommen, was allerdings nur in seltenen Fällen zum Erfolg führt.

Die Mediziner sind zur Zeit noch rat- und machtlos, da die Krankheit erst seit Kurzem auftritt. Sie versuchten der Sucht zunächst mit Gegenmitteln wie RitterSport oder Alpia beizukommen, was aber bei fast allen Patienten nicht den erwünschten Erfolg brachte. Inzwischen verbucht man erste Erfolge mit einem Mittel namens „Milka“. Die Behandlung legten nämlich in ihre Sucht eine sogenannte „Lila Pause“ ein, doch meist wurden sie danach wieder rückfällig.

Derzeit werden andere Behandlungsmethoden getestet, zum Beispiel Maoam, Prinzenrolle oder Jaffa Cake. Auf die weitere Entwicklung darf man nun gespannt sein.

Bei Gefallen veröffentlich ich gerne noch den ein oder anderen weiteren Artikel aus dem „Irrwisch“…



3 Kommentare

  1. moritz | 28.08.2008 19:54

    ganz groß.

  2. Ralf | 30.08.2008 11:13

    Die Yogurette werbungen hab ich auch noch in erinnerung. Waren doch ziemlich cool, viel besser als die werbungen heute.

  3. Marie | 30.09.2008 23:40

    Ich wandere wirklich mitten in der Nacht zum Kühlschrank :-( Wie Recht er doch hat!