Wie realtime muss es heute sein?

01.02.2009, 18:30 von jovelstefan

Wie aktuell muss ein Blog sein? Die ganze Woche schon wollte ich über die Events des letzten Wochenendes schreiben und bin einfach nicht dazu gekommen. Da stellt sich mir jetzt die Frage: Soll ich das überhaupt noch bloggen? Interessiert das noch jemanden? Will das noch jemand lesen? Inzwischen gibt es zB Twitter, damit ist alles noch schneller, noch aktueller, aber auch noch vergänglicher.  Die Frage ist mir auch bei der Hudson-Notlandungsgeschichte schon gekommen. Ist es für mich ein Unterschied, ob ich solche News direkt bekomme, die Fotos direkt sehe? Oder reicht es nicht, wenn ich am Abend oder am nächsten Morgenausführlich informiert werde? Warum eigentlich unbedingt immer realtime? Wird eine Meldung weniger interessant, wenn sie ein paar Stunden alt ist?

Ich bin mir nicht sicher, wie ich diese Fragen beantworten soll. Ich merke aber, dass ich vom Tempo im Netz tatsächlich zunehmend gestresst bin. Was meint ihr?



4 Kommentare

  1. Pingback von Hamburger zum Mittag » HZM #045 - Liebesbrücken, Peter Maffay, Pornostars | 11.02.2009 01:37

    […] Was bringt realtime? […]

  1. Thomas | 01.02.2009 19:09

    Doch, bloggen. Ich blogge auch z.T. mit 2 Monate rückwirkendem Datum. Wenn ein Blog nicht auch ein Stück zeitlos ist, bräuchte es kein Blog zu sein. Dann wäre eine Statusmeldung ausreichend. In einem Blog stöbert man auch durch’s Archiv, das muss nicht so schnell sein.

  2. Sven | 02.02.2009 11:23

    Druff.
    Immer rein damit.
    Nicht nachdenken, es ist nie zu alt.

  3. yvonne | 02.02.2009 18:56

    Die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Schlimmer noch: Bis wann muss ein Re-Tweet eigentlich geschrieben sein? Was das Bloggen angeht, finde ich, dass es sich in Abgrenzung zu Twitter fast schon wieder neu definiert. Ein Blogeintrag muss meiner Ansicht nach nicht top aktuell sein (ist natütlich auch wiederum definitionssache). Wenn ich aus einem Thema ein Blogeintrag mache, benötigt es einfach den Platz. Schnelligkeit spielt bei Blogthemen inzwischen eine untergeordnete Rolle. Wenn ich mir Blogs durchlese, denke ich inzwischen manchmal: Das hätte kein ganzer Eintrag sein müssen, da hätten auch ein paar Twitter-Nachrichten gereicht. Bei Blogeinträge lege ich mittlerweile viel mehr Wert auf Inhalt als auf Geschwindigkeit bzw. Aktualität.