re:publica2010 – Tag Eins

15.04.2010, 15:53 von jovelstefan

Same procedure as every year. Es ist Mitte April und wieder strömen hunderte Internethorste nach Berlin. Dort quatschen sie über das Internet im Allgemeinen und im Speziellen, warum Internet toll ist, warum Internet-Nichtsotollfinder nicht toll sind und überhaupt. Alle haben derbe Spaß und trinken drölf Millionen Liter Kaffee, Mate und Bier. (All das machen die in Berlin ansässigen Internethorste jeden Tag und nennen das Arbeit, sie freuen sich aber alle wie bolle, dass die Internethorste aus anderen Teilen des Landes wenigstens einmal im Jahr das auch mal genauso machen)

Das passiert nun zum vierten Mal, nennt sich re:publica und ich bin auch zum vierten Mal dabei. Eigentlich ist alles wie immer. WLAN ist tot, die UMTS-Zellen dadurch auch, alle hätten gerne Wireless Strom (obwohl es praktische kleine Safes gibt, in die man sein Handy zum aufladen einschließen kann), aber das ist alles gar nicht so schlimm, weil die Leute dann mal nicht während der Vorträge auf ihren iPhones und MacBooks rumklimpern, sondern stattdessen zuhören und sogar mal ne Frage stellen. Die Vorträge haben zwar alle nix mit dem Motto zu tun („now here“, von wegen Echtzeit und so), sind aber bisher inhaltlich durchweg recht interessant. Man hat im Gegensatz zu den letzten Jahren das Gefühl, dass hier nicht mehr von einer Randgruppe über ein Randgruppenthema gesprochen wird, irgendwie ist mehr Tiefgang in der Konferenz. Die Nerds sind erwachsen geworden könnte man ketzerisch sagen. Was für ein dämlicher Satz, ich beginne zu faseln.

Besonders toll war am Auftakttag Peter Kruses Vortrag „What’s Next – Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren“. Absolut mind-blowing, muss man sich ansehen, Video vom Vortrag und Folien hänge ich mal ganz unten drunter.

Jeff Jarvis ist auch hier, das ist so eine Art Papst für die Internethorste, quasi ein Oberhorst (nett gemeint). Hab ich zwar verpasst, weil ich erst nachmittags eingetrudelt bin, dafür hat der Oberhorst (nett gemeint) aber am Abend englische Tweets in der wie immer lachtränenreichen Twitterlesung vorgetragen. bosch hat natürlich auch mitgelesen, svensonsan war in der Offline-Tweet-Jury, in der mein Tweet leider nicht berücksichtigt wurde, und danach habe ich heimlich was vom Siegervodka abgegriffen.

Ergo: Allet schick hier, viel Spaß, nette Leute, feine Stimmung. Mehr Impressionen kann der geneigte Leser zum Beispiel hier noch erklicken:

Video von Peter Kruses Vortrag bei der re:publica2010

Folien von Peter Kruses Vortrag bei der re:publica2010



2 Kommentare

  1. Pingback von Christian Rieger » Nicht dabei… | 15.04.2010 22:45

    […] Also sollte man diesen absolut lesenswerten Beitrag dringend lesen. Share and Enjoy: […]

  2. Pingback von Guten Morgen | Too much information :: 2muchin4mation.com :: toomuchinformation.de | 16.04.2010 05:45

    […] gibt auch noch seine bisherigen Eindrücke von der re:publica […]