das wahre Leben – jovelblog

Archiv für die Kategorie ‘das wahre Leben’

Parken in Paris

11.05.2012, 10:22 von jovelstefan | 4 Kommentare

Lobo sagt, man soll mehr auf seinem eigenen Blog bloggen. Ich probier das mal aus, ob das klappt.

Das gängige Franzosen-Klischee habe ich in den letzten Wochen bestätigt bekommen. Franzosen sprechen nur französisch. Das ist dann schwierig, wenn man einen Urlaub in Frankreich plant und mit Franzosen dialogieren möchte. Zimmerbuchungen und so. Ich kann kein französisch (mehr). Egal, ob ich auf englisch oder deutsch schrieb, es wurde konsequent zurückfranzösischt. Google Translate war mein bester Freund, damit geht es irgendwie und ich habe tatsächlich alles gebucht und geklärt bekommen. Tolles Internetz, dieses. Danke, Google.

Jetzt habe ich noch ein Problem, bei dem ich nicht weiterkomme und hoffe auf eure Hilfe. Wir fahren mit dem Auto nach Paris und wir haben unser Auto mit neuen Autoteilen ausgestattet. Die Frage ist nun: Fährt man ganz nach Paris rein und hofft, in Hotelnähe einen Parkplatz zu ergattern oder ein Parkhaus zu finden? Oder besser außerhalb parken und mit Metro und Co in die Stadt fahren? Aufenthalt Sa/So. Das Hotel konnte mir nur so halb helfen, wenn auch erstaunlicherweise auf englisch:

DEAR SIR
IF YOU LEAVE THE CAR IN THE STREET
THE WEEK END IT S FREE
BUT WE HAVE PRIVAT PARKING NEAR THE HOTEL COST 24 EUROS   24 HOURES
WE TELL YOU AT THE RECEPTION OF THE HOTEL
BEST REGARDS (sic!)

Also, liebes Internet, welche kostennutzeneffiziente Lösung schlägst du vor?

Tags: , , , , , , ,

Neues aus der Inbox

09.11.2011, 22:19 von jovelstefan | Keine Kommentare

Mich erreichte letztens folgende Mail:

Liebe Mieterinnen und Mieter

Wir sind vom 15. Oktober bis zum 22. Oktober in den Ferien in Rasa ( Centovalli). In dieser Zeit wären wir froh, unsere Hühner, Ziegen und Schafe würden von euch versorgt. Wir werden eine Liste im Treppenhaus aufhängen, wo ihr euch verbindlich eintragen solltet, wann ihr einen Dienst übernehmen könnt. Detailbeschrieb folgen zu den Arbeiten.

Herzlichen Dank für eure Mithilfe!

Gruss Katrin

Gefällt mir

11.09.2011, 16:20 von jovelstefan | 1 Kommentar

Manchmal überrascht einen der Alltag ja mit kleinen Freuden und Niedlichkeiten. Unlängst spazierte ich ahnungslos durch Eimsbüttel, da baumelte vom Balkon im 4. Stock eines Altbaus eine lange Schnur mit einem Körbchen unten dran auf den Bürgersteig herunter:

20 Cent 1 Bilt

20 Cent 1 Bilt

 

Gut investierte 20 Cent, wenn auch das Bilt kein Meisterwerk war!

Tags: , ,

Willkommen, neue Mitbewohner!

19.07.2011, 08:38 von jovelstefan | 4 Kommentare

Ich darf vorstellen: Aperol und Amélie

Amélie und Aperol

Amélie und Aperol

Aperol ist leicht an der Farbe zu erkennen, Amélie schaut immer etwas verträumt. Die beiden gewöhnen sich gerade aneinander und das neue Zuhause.

Tags: , , ,

Liebe Bundespost*,

17.03.2011, 21:15 von jovelstefan | 1 Kommentar

wenn ich in eine eurer Filialen gehe, dort einen Brief vorlege, um eine passende Briefmarke für diesen zu kaufen, dann eine 55-Cent-Marke berechnet bekomme und auf die Frage, ob das ausreiche, weil ich irgendwie im Hinterkopf hätte, dass quadratische Briefumschläge mehr Porto kosten und euer Filialmitarbeiter mir dann sagt, dass 55 Cent reichen und ich dann frage, ob das auch mit der dunkelroten Farbe des Umschlags kein Problem wäre, weil ich irgendwie im Hinterkopf hätte, dass das dann manuell sortiert werden müsse und deswegen Extra-Porto anfiele und der nette Mensch mir dann sagt, dass nur Zieladresse, Größe und Gewicht ausschlaggebend wären und das ja alles passen würde, “Hier, die geht ohne Problem durch den Schlitz!” und ich dann die 55 Cent bezahle, worauf drei(!) Tage später die Karte in meinem(!) Briefkasten liegt und mit einem Hinweis, dass das Porto nicht ausreiche, beklebt ist, habt ihr dann wenigstens ein klitzekleines bisschen Verständnis, wenn ich euch mal kurz anschreie:

WOLLT IHR MICH EIGENTLICH VERARSCHEN???!!!??

*Diese Bezeichnung des Ladens, der jeden Tag die Werbung in unseren Hausflur wirft, benutzt meine Oma immer noch. Zurecht, wie ich finde.

Tags: , , , , , , , ,

kleine Weihnachtsgeschichte

09.12.2009, 08:24 von jovelstefan | 3 Kommentare

Es liegt Schnee. Nicht so ein matschiger, nasser Schnee, der seine Farbe von weiß auf nichts wechselt, wenn man auf ihn drauf tritt. So richtiger Schnee, flockig und knarzend. Schnee, der nicht zusammenhält, wenn man einen Ball daraus machen will. Der dann wieder auseinanderrieselt, so als wolle man einen Ball aus einem Haufen Puderzucker machen. Geht nicht. Gibt’s doch.

Markus ist kalt. Der Schnee ist dann ja wohl richtiger Schnee, weil es so kalt ist. Da pappt nix. Trockener Schnee, paradox, wo doch Schnee aus Wasser ist. Markus schüttelt sich und schlägt seine Kapuze über den Kopf. Dieser bescheuerte Job. Bei der Eiseskälte sollte man zu Hause sitzen und Glühwein trinken. Oder noch besser Lumumba. Mit doppeltem Schuss. Ein gutes Buch in die Hand nehmen. Den Kamin anfeuern. Plätzchen und/oder Marzipankartoffeln essen. Aber keinen Krimi, das passt nicht zum Ambiente. Wobei der auch noch besser wäre als Arbeiten zu gehen.

Markus guckt auf die Uhr und schaut sich um. Seine Kollegen sind zu spät dran. Scheiße, denkt Markus, wenn die nicht gleich da sind, friere ich hier an. Er greift in die Tasche und zieht ein rot-weißes Dings heraus, knibbelt mit zittrigen Händen die Alumuniumfolie ab und beißt dem Weihnachtsmann in den Kopf. Guckt den Kopflosen an. Grinst. Der Weihnachtsmann ist ziemlich hohl, denkt er und das Grinsen wird zu einem Lachen. Hohoho!

Markus kratzt sich am Kinn, der Bart juckt. Eigentlich wollte er keinen Bart mehr, hatte sich letzten Monat rasiert. Aber das gab Mecker von seiner Frau. Noch ein Biss in den Nikolaus. Sie mochte den Bart. Deswegen hat er ihn wieder wachsen lassen. “Dich erkennt doch keiner mehr!” hat sie gesagt. “Ich auch nicht.” Er hatte seit Jahren einen Bart, vielleicht sogar länger. Aber was soll man machen. Wenn die Frau sagt, dass sie den Bart zurück will, dann lässt man ihn wieder wachsen. Macht man halt so. Und jetzt kratzt er unangenehm.

Markus wird ungeduldig, er hasst warten. Er will seinen Job hinter sich bringen und schnell wieder nach Hause. Kamin. Buch. Lumumba. Plätzchen. Er beißt dem Weihnachtsmann den Sack ab und schaut die Straße hinunter. Keine Menschenseele auf der Straße. Auch keine Menschenkörper. Die Straßenlaternen sind auch mit Schnee bedeckt. Wie alles andere. Markus überlegt, ob er sich doch noch krank meldet. Aber das gäbe dann bestimmt auch Mecker von seiner Frau. Die meckert oft.

Da hinten biegt ein Wagen um die Ecke, na endlich. Dann kann es ja losgehen. Markus stopft den halben Weihnachtsmann in die Mülltonne und geht nach vorn an die Straße, seine Kollegen haben ihn jetzt gesehen und lachen ihn an, als sie vor ihm anhalten. Markus grüßt und tätschelt den Kollegen den Kopf. Rudolph, sein Lieblingskollege, hat vergessen, sein Glöckchen umzuhängen. “Scheißegal, los geht’s”, sagt Markus, steigt in den Schlitten und fliegt davon, um seinen Job zu machen.

Tags: , , , ,