Mediales – jovelblog

Archiv für die Kategorie ‘Mediales’

Hilfe gesucht: Deutsche Video-Download-Portale

09.01.2011, 14:54 von jovelstefan | 1 Kommentar

Mein alter Fernseher hat ca. 12 Jahre auf dem Buckel, ist natürlich eine Röhre und funktioniert auch noch einwandfrei. Und im Gegensatz zu sonstigen technischen Geräten ist mir ein „moderner“ Fernseher eigentlich auch gar nicht wichtig. Aber darum geht es jetzt gar nicht, der Punkt ist: Ich habe gerade einen neuen Fernseher gekauft (Samsung LE32C650, wer es genau wissen will). Und jetzt will ich da natürlich auch mal was drauf gucken. Bisher war weder ein Rechner noch Internet noch ähnliches am oder im TV, lediglich ein Standard-DVD-Player ohne Schnickschnack sorgte für gelegentliche Videoabende.

Das soll sich jetzt ändern, ich will am Puls der Zeit auch mal eben nen Film nach Wunsch starten. Und da ich völlig ahnungslos von dieser ganzen Internet-Video-Download-Streaming-TV-Materie bin, dürft ihr mir jetzt helfen. Bevor ich irgendeine Streaminghardware a la Apple TV/Mac Mini/T-Entertain oder so anschaffe, würde ich gerne erstmal nur den Laptop „on demand“ an den Fernseher hängen. Die Frage daher: Welches Video-Download-Portal bietet sich hierfür an? iTunes scheint mir sehr mäßig was die Auswahl angeht, bisher bin ich bei der eher klassischen „Videothek“ videoload gelandet. Hier scheint mir das Angebot am größten und die Preise sind eigentlich überall ähnlich. Außerdem finde ich die Abo-Option interessant, die angebotenen On-demand-Filme sehen ganz ordentlich aus. Bevor ich mich da einkaufe also die Frage an euch: Ist videoload ne gute Wahl, gibt es bessere Alternativen oder würdet ihr das alles eh ganz anders machen?

Tags: , , , , , , , ,

re:publica2010 – Meeting Minutes

21.04.2010, 10:02 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

“Ein’ hab’ ich noch, ein’ hab’ ich noch!” und dann ist auch Ruhe zum Thema, versprochen.

*****

Das Fazit vorneweg, liest ja eh keiner bis zum Ende:

Die re:publica ist zur größten in Deutschland existierenden Momentaufnahme des Gesellschaftsabbilds im Internet geworden.

Oder wie es mr94 twitterte: „Erkenntnis des Tages: #rp10 ist Feuilleton, #next10 ist Wirtschaftsteil.“

*****

An alle re:publica-Besucher da draußen, die ihr über fehlendes WLAN motzt (wie jedes Jahr): Geht weg. WLAN für 2500 Livestream-Willige funktioniert einfach (noch) nicht, das ist eben so. Da kannste dir den Arsch sonstnochwie aufreißen. Klappt den Deckel einfach mal runter und hört den Vorträgen zu.

*****

Die diesjährige re:publica war insbesondere deswegen so gut, weil darauf verzichtet wurde, die in den Vorjahren auf jedem dritten Panel/Vortrag Diskussionen über den Niedergang des Journalismus im Speziellen und Allgemeinen weiter zu führen. Die Argumente sind ausgetauscht und weder haben die Verlage endlich vernünftige Konzepte für die veränderte Medienwelt gefunden noch haben Blogs oder der Bürgerjournalismus die Weltherrschaft übernommen. Ach so, ja, das iPad wird daran übrigens auch nichts ändern. Blöd wäre, sich nun in die üblichen Pseudodiskussionen mit der „alten Garde“ zu begeben (Pseudo, da im Normalfall ja eh keiner von denen mitdiskutiert). Lasst die Ignoranten doch schreiben, was sie wollen. Gute Ideen haben sich bis jetzt noch immer durchgesetzt, das Internet und der Haufen geiler Scheiß da drinnen kriegen das auch ohne gute Presse hin.

Stattdessen wurden die aktuellen Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet. Während Jeff Jarvis seinen vielzitierten Saunavergleich vortrug, wird um die Ecke diskutiert, wie der Schutz persönlicher Daten verbessert werden kann. Die Vorträge und Diskussionen waren (endlich) kontrovers, differenziert und auf einem hohen inhaltlichen Niveau. Das war neu und das war gut.

*****

Angeblich gab es wieder eine Diskussion um die Eintrittspreise (wobei ich online in einer ruckzuck-Suche keine gefunden habe). Ihr Vögel da draußen, die ihr meint, die Ticketpreise wären zu hoch: Ihr wißt nicht, was Bildung kostet (und wert ist!). Guckt mal auf die Preise von ähnlichen Kongressen und Konferenzen, ganz zu schweigen von professionellen Trainings und Schulungen. Da läuft man schnell mal locker in den vierstelligen Euronenbereich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der re:publica ist unfassbar hoch! Wer das nicht sieht, ist blind. Und nebenbei: Die Veranstalter könnten meiner Meinung nach locker die Preise verdoppeln und würden den Laden immer noch problemlos voll bekommen. Ich vermute, dass das nur deswegen nicht passiert, damit eben jeder sich einen Besuch schmerzlos leisten kann. Also bitte den Ball flach halten.

*****

Natürlich gibt es auch wieder einen „Hamburger zum Mittag“-Podcast von @bosch und mir zur re:publica, leider wurde der Ton zwischendurch etwas vom Winde verweht, aber ich lege euch die Ausgabe 82 ans Herz, wenn ihr einige Inhalte der Konferenz noch einmal säuberlich zusammengefasst und bewertet haben wollt.

Ich hatte zudem die Ehre, mal wieder bei „Was mit Medien“ die Fragen für das „Was mit Köpfen“-Quiz stellen zu dürfen. Kann man sich in der neuesten Ausgabe etwa ab Minute 16 anhören.

*****

Radeberger ist auch in diesem Jahr nicht mein Lieblingsbier geworden. Wie kann man ernsthaft sowas zusammenbrauen und dann auch noch als Bier verkaufen?

*****

Ihr Berliner da drüben: Aufräumen wär mal nicht schlecht. Leute, was macht ihr mit eurer Stadt? Es ist eine Schande!

*****

Note to myself: Im nächsten Jahr jeden Tag frühstücken, weniger Kaffee trinken, weniger Bier trinken, mehr schlafen. Mein Körper wird es mir danken. Gut, dass es die zwei Tage Wochenende nach der re:publica gibt.

*****

Organisatorisch nur folgende, absolut konstruktiv gemeinte Kritik: Da die Konferenz räumlich noch weiter zersplittert ist (der Quatsch Comedy Club mit übrigens sehr angenehmer Athmosphäre kam noch hinzu), sollte man vielleicht darüber nachdenken, eine 10-15minütige Pause zwischen den größtenteils im Stundentakt angesetzten Slots zu legen. Um pünktlich in den nächsten Vortrag zu kommen, muss man den vorherigen oft früher verlassen. Da das viele auch machen, entsteht immer eine unschöne Unruhe zu Ende der Vorträge. Das kollektive Aufbrechen des Auditoriums ist auch nicht fair für die Sprecher, die ggfs. noch in den Schlußzügen ihrer Ausführungen sind.

Außerdem werden die Workshopräume inzwischen von der Größe her zum Problem. Wie man das lösen könnte, weiß ich allerdings auch nicht, da die Kalkscheune einfach fest zur re:publica dazugehört. Möglicherweise lässt sich die Terminierung der Vorträge optimieren um eine passendere Auslastung der verschiedenen Räume hinzubekommen? Mehr gibt’s auch nicht zu meckern, in das tausendfache Lob für die Organisatoren kann ich nur einstimmen.

*****

Im re:publica-Blog wird gerade ein Blogspiegel gesammelt. Falls jemand die nächsten 3 Tage nix zu tun hat, Lesefutter findet sich dort jetzt schon genug.

Tags: , , , , , , , , , , , ,

re:publica2010 – Tag Eins

15.04.2010, 15:53 von jovelstefan | 2 Kommentare

Same procedure as every year. Es ist Mitte April und wieder strömen hunderte Internethorste nach Berlin. Dort quatschen sie über das Internet im Allgemeinen und im Speziellen, warum Internet toll ist, warum Internet-Nichtsotollfinder nicht toll sind und überhaupt. Alle haben derbe Spaß und trinken drölf Millionen Liter Kaffee, Mate und Bier. (All das machen die in Berlin ansässigen Internethorste jeden Tag und nennen das Arbeit, sie freuen sich aber alle wie bolle, dass die Internethorste aus anderen Teilen des Landes wenigstens einmal im Jahr das auch mal genauso machen)

Das passiert nun zum vierten Mal, nennt sich re:publica und ich bin auch zum vierten Mal dabei. Eigentlich ist alles wie immer. WLAN ist tot, die UMTS-Zellen dadurch auch, alle hätten gerne Wireless Strom (obwohl es praktische kleine Safes gibt, in die man sein Handy zum aufladen einschließen kann), aber das ist alles gar nicht so schlimm, weil die Leute dann mal nicht während der Vorträge auf ihren iPhones und MacBooks rumklimpern, sondern stattdessen zuhören und sogar mal ne Frage stellen. Die Vorträge haben zwar alle nix mit dem Motto zu tun („now here“, von wegen Echtzeit und so), sind aber bisher inhaltlich durchweg recht interessant. Man hat im Gegensatz zu den letzten Jahren das Gefühl, dass hier nicht mehr von einer Randgruppe über ein Randgruppenthema gesprochen wird, irgendwie ist mehr Tiefgang in der Konferenz. Die Nerds sind erwachsen geworden könnte man ketzerisch sagen. Was für ein dämlicher Satz, ich beginne zu faseln.

Besonders toll war am Auftakttag Peter Kruses Vortrag „What’s Next – Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren“. Absolut mind-blowing, muss man sich ansehen, Video vom Vortrag und Folien hänge ich mal ganz unten drunter.

Jeff Jarvis ist auch hier, das ist so eine Art Papst für die Internethorste, quasi ein Oberhorst (nett gemeint). Hab ich zwar verpasst, weil ich erst nachmittags eingetrudelt bin, dafür hat der Oberhorst (nett gemeint) aber am Abend englische Tweets in der wie immer lachtränenreichen Twitterlesung vorgetragen. bosch hat natürlich auch mitgelesen, svensonsan war in der Offline-Tweet-Jury, in der mein Tweet leider nicht berücksichtigt wurde, und danach habe ich heimlich was vom Siegervodka abgegriffen.

Ergo: Allet schick hier, viel Spaß, nette Leute, feine Stimmung. Mehr Impressionen kann der geneigte Leser zum Beispiel hier noch erklicken:

Video von Peter Kruses Vortrag bei der re:publica2010

Folien von Peter Kruses Vortrag bei der re:publica2010

Tags: , , , , , ,

Macbooks, Otto und die (unge)lieb(t)en Kunden

30.07.2009, 15:47 von jovelstefan | 2 Kommentare

Die Arbeit könnte so viel Spaß machen – wenn nur diese nervigen Kunden nicht wären!

Die Marketingverantwortlichen beim Otto-Versand haben in den letzten beiden Tagen einen Elfmeter in Sachen positiver Unternehmenskommunikation zugesprochen bekommen. Und diesen leider Richtung Eckfahne geschossen.

Die Vorgeschichte: Am Dienstag wurden im Online-Shop von Otto diverse Macbookvarianten1 für 49,95 EUR angeboten. Das Angebot machte in kürzester Zeit über Twitter die Runde und logischerweise bestellten die Leute wie wild. Schnell war das Megaschnäppchen ausverkauft. Die Kunden bekamen eine automatische Bestelleingangsbestätigung, diese enthielt auch die Artikelbezeichnung („Macbook xy“) und den zuvor angegebenen Preis. Es handelte sich hierbei um einen menschlichen Fehler, der Preis sollte wohl eigentlich für ein Notebook-Zubehörset gelten. Details zum Hergang im Blog Scherzinfarkt (eins, zwo, drei, vier).

Juristisch ist wohl streitbar, ob Otto nun trotz des inzwischen eingestandenen Fehlers die Laptops zu angegebenen Preis ausliefern muss. Streitbar ist aber nicht, dass Otto sich kommunikativ bisher sehr ungeschickt verhalten hat. Was macht „Otto Normalverbraucher“2, wenn er einen Fehler gemacht hat? Er gibt diesen zu, erklärt die Ursache, gelobt Besserung und entschuldigt sich. Und ein solches Verhalten darf man als Kunde auch von einem Konzern erwarten. Mindestens letztere beiden Punkte hat Otto bisher nicht erfüllt. Im Gegenteil: Teilweise wurden Bestellung scheinbar ohne Begründung einfach storniert, teilweise wurden die Bestellungen scheinbar in das Taschenset geändert (und wohl auch schon ausgeliefert). Oder es gab gar keine Kommunikation.

Inzwischen ist der Geschichte auch eine gewisse mediale Aufmerksamkeit im Netz zu Teil geworden, die Otto ganz wunderbar positiv hätte nutzen können3. Eine ehrliche und direkte Kommunikation mit den Kunden hätte das Unternehmen in ein positives Licht gerückt. Die Besteller hätten sicher dafür Verständnis gehabt, dass ein Fehler passiert ist (OK, der ein oder andere Holzkopf wird vielleicht trotzdem einen Anwalt bemühen, das ist aber sowieso nicht mehr zu verhindern) und dafür, dass Otto nun nicht Tausende Macbooks quasi verschenken kann4. Dazu eine Entschuldigung, vielleicht noch sympathisch begleitet von einem iTunes-Gutschein, einer Verlosung von einigen Macbooks unter den Bestellern o.ä. und die Welt wäre wieder in Ordnung gewesen. Otto wäre für seine professionelle, kundenfreundliche Reaktion gelobt worden und viele wissen nun, dass es bei Otto auch Tiernahrung Apple-Produkte zu bestellen gibt (und hat nebenbei wurden noch etliche E-Mail-Adressen eingesammelt).

Stattdessen scheint man bei Otto eher genervt zu sein, dass diese lästigen Kunden da draußen erwarten, dass Sie einfach „ganz normal“ behandelt werden wollen, wie es der Anstand gebietet. Man kann davon ausgehen, dass der Image-Schaden für Otto (insbesondere, da bei den Betroffenen auch einige Online-Multiplikatoren dabei sind) sicherlich nicht bedrohlich, aber durchaus relevant ist. Und wer weiß, welches Ausmaß die Geschichte im Sommerloch noch werden wird?

Update: Gerade gesehen, Thomas Knüwer blies schon gestern ins gleiche Horn.

Update, 22:04 Uhr: Otto hat scheinbar hier mitgelesen und macht es nun doch noch richtig. In einer Pressemitteilung entschuldigt sich das Unternehmen bei den betroffenen 2565 Kunden mit einem 100 Euro-Gutschein sowie einer Verlosung von 50 Macbook Air. Damit sollte das Thema zur Zufriedenheit aller aus der Welt sein.

Disclosure: Auch ich habe eine Bestellung getätigt. Bisher habe ich außer der automatischen Bestellbestätigung nichts von Otto gehört.

  1. z.B. 13,3″ Macbook, Macbook Pro, Macbook Air, außerdem weitere Laptops anderer Hersteller zu ähnlich günstigen Preisen
  2. hihi ;)
  3. Möglicherweise auch noch kann, die Zeit läuft dafür aber langsam ab.
  4. Die Zahl von 2000 Bestellungen steht im Raum, damit läge der Schaden wohl im siebenstelligen Bereich

Tags: , , , ,

Kai Pflaume ist Fußballexperte

15.03.2009, 15:52 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

Die heutige MoPo berichtet, dass Kai Pflaume nicht für Sat.1 die zukünftige Berichterstattung zu Champions League und UEFA Cup begleiten wird. So will der Sender die Fußballübertragungen wieder professioneller aufziehen. Und der nette Kai Pflaume von nebenan „sei bei eingefleischten Fußballfans nicht als Experte respektiert.“ Komisch.

Er selbst sehe sich aber durchaus als Fußball-Experten:

Er verfolgt intensiv das Geschehen, spielt selbst Fußball, ist großer Fan (Bayern München), wohnte sogar in der Nachbarschaft zu Basti Schweinsteiger und hat schon mal Günter Netzer interviewt.

Wenn das so ist, bringe ich dann mal meinen eigenen Namen als Experte ins Spiel. Ich bin äußerst qualifiziert für eine Experten-Position bei den Champions League-Übertragungen. Ich verfolge intensiv das Geschehen, spiele selbst Tischfußball, bin großer Fan (DJK Wacker Mecklenbeck), kenne jemanden, der mal den Vater von Lukas Podolski in der Fußgängerzone gesehen hat und habe seinerzeit ein Autogramm von Bodo Illgner bekommen.

Sat.1, bitte einfach mal bei mir melden, ich stehe jederzeit zur Verfügung.

Tags: , , , , , , , , , , ,

Tired of Bodyleasing?

07.11.2008, 18:50 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

Fein, fein, das Viral, das die Kollegen von HR da gebastelt haben:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direktleasing

Tags: , , , , , , , , ,