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Mit ‘bloggen’ getaggte Beiträge

Twitterkonferenz re:publica

04.04.2008, 10:13 von jovelstefan | 4 Kommentare

Während ich im Foyer der re:publica08 dem Frühstücksfernsehen von Daniel, Franzi und Thomas lausche, fange ich zu Beginn des dritten Tages zum ersten Mal zu reflektieren an. Wie im letzten Jahr ist das hier wieder wie eine Klassenfahrt mit vielen netten Manschen, die ganz viel zu erzählen haben, sehr witzige Sachen sagen, so dass ich ganz viel lache und alles ist ganz kuschelig und alle haben sich lieb. Da draußen versteht das kaum jemand, weil das ja hier alles nur Freaks sind, die in ihrer eigenen Welt leben. Und das stimmt immer mehr. Was sich im Vergleich zu letztem Jahr nämlich ganz anders ist: Bloggen ist raus. Die Bloggerszene gibt sich selbst auf. Twittern heißt das neu Spiel. re:publica08, eine Twitterkonferenz.  Der Sven hat sich damit ganz ausführlich auseinander gesetzt und das ist toll, dass er das macht, denn da kann man auch später noch nachlesen, was hier so passiert ist. Und der Sven ist ja nicht mal hier. Bevor du hier jetzt weiterliest, erstmal Sven lesen, da weisste Bescheid.

Hallo, wieder da? Ich mach also auch mit, bei diesem Twittergedängel. Ich schreibe dann in 140 Zeichen, dass das Mädel in der S-Bahn gerade das ausgedruckte Bildblog liest, dass in Neukölln zu viel Hundekacke liegt oder dass ich ein Ladekabel für mein Handy brauche. Ich spar mir inzwischen auch das Klingeln an der Tür:

Bin ich hier richtig? Komm mal jemand zur Tür!

Großartig, 20 Sec nach meinem letzten Tweet macht mir der Gastgeber die Tür auf. Klingeln ist sowas von 2007

Das macht auch ganz viel Spaß, aber, wie Sven ja schrieb, keine Sau findet nachher in einem sinnvollen Zusammenhang, was eigentlich so alles passiert ist. Getwitter hat eine Halbwertszeit von vielleicht einer Stunde, wenn überhaupt, danach ist das alles total irrelevant. Bloggen hingegen ist relevant (behaupte ich). Was ich so verblogge, ist auch noch in Jahren zu ergoogeln und hat im Normalfall auch noch nach Monaten Relevanz. Ich bekomme auf uralte Blogeinträge noch Kommentare von netten Menschen, die das Thema beschäftigt, das ich da so verbloggt habe.

Und damit führen die Blogger ihre „Branche“ ad absurdum. Dadurch, dass hier ungefähr 400 Leute den ganzen Tag nur twittern, nehmen sie sich selbst die Relevanz, die sie sich doch eigentlich in den letzten Jahre aufgebaut haben. Die sie auch immer wieder fordern. Die Szene ist überzeugt davon, dass sie durch das Bloggen die öffentliche Meinung beeinflussen können und das auch tun. Durch das Microblogging über Twitter zerstören sich die Blogger das gerade selbst. Mal provokant gesagt.

Meine Konsequenz: Ich mache mir vorher bewusst, welche Relevanz das hat, was ich so publiziere und wähle danach den Kanal. Irrelevantes shoute ich über Twitter raus, Substanzielles mit einer längeren Halbwertszeit geht ins Blog. Das habe ich bis heute nicht so bewusst getan.

Ach ja, und überhaupt: Keine Sau da draußen kennt/versteht/nutzt Twitter. Wir sind wirklich Freaks, wir komischen Blogger.

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Webzwonuller: Weggucken!

08.11.2007, 16:45 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

Alle, die auch nur annähernd eine Ahnung davon haben, was das ganze Internetgedöns so soll und warum das soviel Spaß macht, brauchen jetzt nicht mehr weiter zu lesen. Denn das Video, das die Blogpiloten da beim Berliner Barcamp zusammengeschnipselt haben, erklärt das, was die schon wissen. Aber eben so wie die, die das schon wissen, denen, die das noch nicht wissen, gerade nicht erklären können. Also besser. Wer wurde nicht schon mal gefragt, was Twitter ist und hat dann nach Worten und Umschreibungen gesucht. Um dann gefragt zu werden, wer den Scheiß denn braucht. Was fasel ich lange, Video gucken und wissen, was wir komischen Bloggermenschen da so alles machen:

Wie sag ich’s meinen Eltern?

eingebunden mit Embedded Video

Sevenload Direktbloggen

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Bloggen und Zeit

06.08.2007, 18:53 von jovelstefan | 4 Kommentare

Irgendwie ist das gerade ganz schön schwierig mit dem Blogdings. Da ist die Arbeit, das eigene geheime Web-Projekt, das geheime Web-Projekt mit der Kollegin und dem Typ von gegenüber und noch die Podcastgeschichte, die da bald kommt. Und dann noch die ganzen Verpflichtungen im Web2.0: Twitter, Qype, pl0gbar, ebay, facebook, XING, hassenichgesehn beta.

Ich weiß gar nicht, wann ich da noch bloggen soll. Obwohl ich so viel zu erzählen hätte. Any ideas?

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Geburtstagsvorgratulation

11.05.2007, 18:21 von jovelstefan | 3 Kommentare

Morgen ist Geburtstag angesagt. Das jovelblog wird eins! Ich gratuliere diesem wunderbaren Stück Internet schon mal im voraus (macht man nicht, ich aber!) und wünsche noch ein langes Leben. (mehr …)

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Warum ich blogge

11.05.2007, 11:32 von jovelstefan | 4 Kommentare

(Was jetzt kommt, ist mal echt verdammt selbstreferenziell!!!)

Als Blogger wird man ja des Öfteren gefragt: „Warum bloggst du?“ Und bisher habe ich dann eigentlich immer zu großen Erläuterungen ausgeholt. „Meine Meinung sollen alle hören (können), mein Blog ist meine private Speaker’s Corner, außerdem ein technisches Experimentierfeld für meine bescheidenen PHP- und HTML-Versuche, es hilft mir, meine Gedanken zu sortieren, ich kann selbst Themen setzen, meinen Frust abbauen usw. usf.“

Letzte Woche habe ich dann einfach mal ganz kurz geantwortet: „Weil es Spaß macht!“, was ich eigentlich eine ziemlich gute Antwort fand. Dann kam die nächste Frage, „und warum macht das Spaß, dauernd irgendwas im Internet zu schreiben?“, und ich war wieder bei den obigen Ausführungen angekommen.

Mit dieser Antwort war ich aber selbst nicht mehr zufrieden. Warum blogge ich eigentlich? Was bringt mir das? Ich habe keinen journalistischen Anspruch an mich selbst. Ich will niemanden aufklären. Ich bin nicht sonderlich politisch. Ich werde nie von meinem Blog meinen Lebensunterhalt bestreiten können. Und ich „vergeude“ eine Menge Zeit mit dem Blog.

Das Ergebnis meiner Überlegungen: Letztendlich habe ich einfach nur das Bedürfnis, mich mitzuteilen. Zu kommunizieren. Aufmerksamkeit zu bekommen. Klar, das mache ich auch im „Real Life“, gegenüber Freunden, Bekannten, Kollegen. Aber das Blog macht mich vollkommen unabhängig von Raum und Zeit. Hier teile ich mich auch Personen mit, die ich noch gar nicht kenne, viele wohl nie persönlich kennen lernen werde. Und mal ehrlich, ich finde es ganz großartig und wunderbar, wenn mir andere Menschen zuhören und sich für meine Meinung, meine Gedanken, mein Leben interessieren. Das macht mich stolz und gibt mir Bestätigung für mein Ego. Jeder Kommentar macht mich auf eine gewisse Art glücklich. Und wenn man dann noch Post wie die Folgende bekommt, weiß man, dass man doch irgendetwas richtig macht hat mit diesem Blogdings:

Ehrlich gesagt, war ich von Deinem Schreibstil fasziniert. Das ist ein richtiges Vergnügen, Deine Sachen zu lesen.

Danke!

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Liebeserklärung an Blogs

21.02.2007, 21:46 von jovelstefan | 2 Kommentare

Schnüff! So was wie das hier ist der Grund warum ich Blogs so liebe. Ohne sie würde ich solche Perlen nie gesehen haben.

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