Münster – jovelblog

Mit ‘Münster’ getaggte Beiträge

Ich kann fliegen!

14.04.2010, 23:50 von jovelstefan | 1 Kommentar

Ui, da freu ich mich. Ich habe einen Gutschein für einen Motorsegelflug von Jochen Schweizer geschickt bekommen. Wer ist denn dieser Jochen? Auf jochen-schweizer.de kann man einen Haufen „Erlebnisse“ buchen, von mädchenkompatiblem Wanderreiten über männerkompatibles Monsterbaggern bis zu völlig bekloppten Dingen wie ein Flug mit einer MIG 29 für knapp 15.000 Euronen. Weil es einen Haufen ausgefallene Sachen gibt, kann man hier auch gut fündig werden, wenn man besondere Geschenke sucht.

Ich bin da mit dem Motorsegeln eher in der Mitte der „Adrenalinskala“ gelandet. Nichtsdestoweniger freu ich mich sehr auf den Rundflug, denn dieser findet in meiner geliebten Heimatstadt Münster statt und ich kann mich noch erinnern, wie vor ca. 20 Jahren meine Mutter genau so einen Motorsegelflug von meinem Vater zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Ich bin mit meinen Eltern damals zum Sportflugplatz in Greven gefahren und habe zum ersten Mal in meinem Leben ein Flugzeug gesehen (also, so von richtig nah). Ich glaube, es gibt sogar noch ein verblichenes Foto von mir, wie ich mit dem Steuerknüppel in der Hand im Cockpit sitze, stolz wie Bolle.

Während Muttern ihre Runde über Münster drehte, saß ich mit Papa bei Erbsensuppe in einer Art Clubheim. Und als die Mama dann irgendwann endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, bekam ihr das gar nicht gut und musste dann andersrum essen. Mein Magen ist eigentlich eher unempfindlich, aber ich will mal nichts beschwören.

Ich werde mal versuchen, ein paar Luftaufnahmen vom (von oben auch?) wunderschönen Münster zu machen, vielleicht gibt es dann bald hier eine Collage meiner Lieblingsplätze mit selbstfotografierten Luftbildern.

Disclosure: Als Gegenleistung für den Gutschein habe ich diesen Artikel geschrieben, allerdings ohne inhaltliche Vorgaben.

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Münster HipHop Hauptstadt

10.12.2007, 21:50 von jovelstefan | 4 Kommentare

Huren! Huren!

Herrlich, was meine Heimatstadt an musikalischen Großtalenten hervorbringt. Den Anfang macht Roxel mit einem echt beeindruckenden Rhymeflow:

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YouTube Direktroxel

Aber! Huren! Weitere harte Münster-HipHop-Links sind in den Kommentaren gerne Willkommen, ich promote meine Heimat ja gerne!

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YouTube Direkthuren

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Wochenmarkt in Münster

08.09.2007, 23:51 von jovelstefan | 9 Kommentare

Wochenmarkt MünsterWenn ich eines an Münster vermisse, ist es der Wochenmarkt auf dem Domplatz. Leider gibt es hier in Hamburg nichts Vergleichbares. Auch hier gibt es Wochenmärkt, aber das Ambiente, das Flair ist einfach nicht vergleichbar. Fast jeden Samstag bin ich in Münster über den Wochenmarkt gebummelt, habe frischen Fisch, Gemüse, Antipasti gekauft, den Marktgeruch eingeatmet und danach in aller Gemütlichkeit einen Milchkaffee bei Wolle geschlürft. Den Dom im Rücken und das Markttreiben vor Augen.

Kann vielleicht jemand den münsterschen Wochenmarkt nach Hamburg umziehen?

P.S.: Dies ist abgesehen vom Ernst gemeinten Inhalt ein Experiment, eine Wette. Um einem Freund, der die Webseite des Wochenmarktes in Münster betreut, die SEO-Power von Blogs zu demonstrieren. Es geht um den Suchbegriff „Wochenmarkt“. Mal schauen, wie hoch ich es im Suchergebnis schaffen kann. Ihr könnt natürlich auch gerne mithelfen, indem ihr einen kleinen „Wochenmarkt“-Link auf diesen Post setzt…

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Der Ausweg aus der Spaßgesellschaft

23.06.2007, 20:43 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

Ich bewundere Rainald Grebe. Sein Wortwitz ist unübertroffen, seine Bühnenperformance phänomenal und schreiben kann der Typ auch noch wie Sau. Rainald Grebe spielt am 16.9. im Prinzipalsaal in Münster (Schwarzes Schaf). Und ich will hin. Kommt jemand mit? Um euch auf den Geschmack zu bringen, meine beiden Lieblingsstücke von Rainald nach dem Klick (mehr …)

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Was ist eigentlich Masematte?

13.05.2007, 18:44 von bosch | 5 Kommentare

Jovel, jovel, jovel. Ich lese hier immer nur jovel. Und manchmal auch schofel, Hegel, Bunke und andere komische Wörter. Ich weiß nicht, was soll das bedeuten. Da der Hausherr es meiner Erkenntnis nach bislang versäumt hat, dem Nichtmünsteraner in diesen speziellen Code einzuweihen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, dieses hier kurz nachzuholen.

Der Münsteraner fährt gewöhnlich mit der Leeze zur Maloche, wenn er spät dran ist, tut er dies sogar tacko. Dort angekommen, schickert er erstmal einen Schokelamai und beißt in die Kille. Wer dies allerdings den ganzen Tag tut, hat oft wenig zu schmergeln. Man gilt dann als Laumalocher und bekommt Rochus mit seinem Obermacker.

Alle anderen fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wer spät dran ist, tut dies sogar schnell. Dort angekommen, trinkt man erstmal einen Kaffee und beißt in sein Butterbrot. Wer dies allerdings den ganzen Tag tut, hat oft wenig zu lachen. Man gilt dann als schlechter Arbeiter und bekommt Ärger mit seinem Chef.

Was dort oben zu lesen war, ist die Masematte, ein regionaler westfälischer Dialekt des Rotwelschen, der seit 1870 quellenmäßig belegt ist und in einigen Elendsvierteln von Münster durch Sprachkontakt einheimischer Bevölkerung mit zugezogenen Nichtseßhaften, Hausierern und ambulanten Gewerbetreibenden entstand. Die Bezeichnung Masematte leitet sich aus dem Jiddischen masso umattan oder masa ‚umatán her, das „Geschäft“, „Handel“ bedeutet. Im Rotwelschen hat masematten auch die Bedeutung „Einbruch, Einbruchdiebstahl“.

Die Zerstörung der geschlossenen Viertel, in denen Masematte gesprochen wurde, und die Vernichtung und Verschleppung der Juden, der Sinti und Roma führten während der Zeit des Nationalsozialismus und des II. Weltkriegs dazu, dass Masematte ihre soziale und örtlich gebundene Grundlage verlor. Bis in die 1960er Jahre hielt sie sich noch in begrenzten Kreisen, etwa unter Bauarbeitern, als lebendige, gesprochene Sprache. Seit dem Ende des II. Weltkriegs veränderte die Sprache ihren Charakter auch insofern, als sie eine „Folklorisierung“ durchmachte. Seither gilt es in Teilen der Münsteraner Bevölkerung als „chic“, sich gelegentlich einiger überlieferter Masematte-Ausdrücke zu bedienen. Die Wörter jovel ( = „gut“, „prima“), schofel ( = „mies“, „schlecht“) und leeze ( = „Fahrrad“) wurden zum umgangssprachlichen Allgemeingut, an dem sich die Münsteraner überall in der Welt erkennen.

Jetzt wissen wir auch, warum dieses Blog und sein Betreiber jovel und nicht schofel sind.

Quellen und weiterführende Links:

Obacht KleinKursivgedrucktes: Dies ist ein Gastbeitrag von bosch im Rahmen der Urlaubsvertretung.

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Skulptur Projekte Münster 07 – Mein Beitrag

02.05.2007, 15:36 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

Am 16.06. startet die alle 10 Jahre stattfindende Ausstellung Skulptur Projekte Münster. Ich kann mich mangels Alter nur an die letzte bewusst erinnern, diese war jedoch ganz wunderbar und anregend. Daher freue ich mich, dass ich dieses Mal einen klitzeklitzekleinen Beitrag leisten kann/konnte, wenn auch nicht ganz so offiziell im Rahmen der Ausstellung. Die wunderbaren Nacktfotos von Herrn Wirrkopf, wie er durch die historische Münsteraner Altstadt flitzt, verführten mich zu einem Kommentar, dass Frau Schnutinger sich doch mit Herrn Wirrkopf an der Ausstellung beteiligen könnte. Ute fand die Idee toll und so dürfen wir uns alle auf Herrn Wirrkopfs Beteiligung freuen. Ich bin gespannt, wie das aussehen wird!

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