republica – jovelblog

Mit ‘republica’ getaggte Beiträge

re:publica2010 – Meeting Minutes

21.04.2010, 10:02 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

“Ein’ hab’ ich noch, ein’ hab’ ich noch!” und dann ist auch Ruhe zum Thema, versprochen.

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Das Fazit vorneweg, liest ja eh keiner bis zum Ende:

Die re:publica ist zur größten in Deutschland existierenden Momentaufnahme des Gesellschaftsabbilds im Internet geworden.

Oder wie es mr94 twitterte: „Erkenntnis des Tages: #rp10 ist Feuilleton, #next10 ist Wirtschaftsteil.“

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An alle re:publica-Besucher da draußen, die ihr über fehlendes WLAN motzt (wie jedes Jahr): Geht weg. WLAN für 2500 Livestream-Willige funktioniert einfach (noch) nicht, das ist eben so. Da kannste dir den Arsch sonstnochwie aufreißen. Klappt den Deckel einfach mal runter und hört den Vorträgen zu.

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Die diesjährige re:publica war insbesondere deswegen so gut, weil darauf verzichtet wurde, die in den Vorjahren auf jedem dritten Panel/Vortrag Diskussionen über den Niedergang des Journalismus im Speziellen und Allgemeinen weiter zu führen. Die Argumente sind ausgetauscht und weder haben die Verlage endlich vernünftige Konzepte für die veränderte Medienwelt gefunden noch haben Blogs oder der Bürgerjournalismus die Weltherrschaft übernommen. Ach so, ja, das iPad wird daran übrigens auch nichts ändern. Blöd wäre, sich nun in die üblichen Pseudodiskussionen mit der „alten Garde“ zu begeben (Pseudo, da im Normalfall ja eh keiner von denen mitdiskutiert). Lasst die Ignoranten doch schreiben, was sie wollen. Gute Ideen haben sich bis jetzt noch immer durchgesetzt, das Internet und der Haufen geiler Scheiß da drinnen kriegen das auch ohne gute Presse hin.

Stattdessen wurden die aktuellen Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet. Während Jeff Jarvis seinen vielzitierten Saunavergleich vortrug, wird um die Ecke diskutiert, wie der Schutz persönlicher Daten verbessert werden kann. Die Vorträge und Diskussionen waren (endlich) kontrovers, differenziert und auf einem hohen inhaltlichen Niveau. Das war neu und das war gut.

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Angeblich gab es wieder eine Diskussion um die Eintrittspreise (wobei ich online in einer ruckzuck-Suche keine gefunden habe). Ihr Vögel da draußen, die ihr meint, die Ticketpreise wären zu hoch: Ihr wißt nicht, was Bildung kostet (und wert ist!). Guckt mal auf die Preise von ähnlichen Kongressen und Konferenzen, ganz zu schweigen von professionellen Trainings und Schulungen. Da läuft man schnell mal locker in den vierstelligen Euronenbereich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der re:publica ist unfassbar hoch! Wer das nicht sieht, ist blind. Und nebenbei: Die Veranstalter könnten meiner Meinung nach locker die Preise verdoppeln und würden den Laden immer noch problemlos voll bekommen. Ich vermute, dass das nur deswegen nicht passiert, damit eben jeder sich einen Besuch schmerzlos leisten kann. Also bitte den Ball flach halten.

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Natürlich gibt es auch wieder einen „Hamburger zum Mittag“-Podcast von @bosch und mir zur re:publica, leider wurde der Ton zwischendurch etwas vom Winde verweht, aber ich lege euch die Ausgabe 82 ans Herz, wenn ihr einige Inhalte der Konferenz noch einmal säuberlich zusammengefasst und bewertet haben wollt.

Ich hatte zudem die Ehre, mal wieder bei „Was mit Medien“ die Fragen für das „Was mit Köpfen“-Quiz stellen zu dürfen. Kann man sich in der neuesten Ausgabe etwa ab Minute 16 anhören.

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Radeberger ist auch in diesem Jahr nicht mein Lieblingsbier geworden. Wie kann man ernsthaft sowas zusammenbrauen und dann auch noch als Bier verkaufen?

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Ihr Berliner da drüben: Aufräumen wär mal nicht schlecht. Leute, was macht ihr mit eurer Stadt? Es ist eine Schande!

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Note to myself: Im nächsten Jahr jeden Tag frühstücken, weniger Kaffee trinken, weniger Bier trinken, mehr schlafen. Mein Körper wird es mir danken. Gut, dass es die zwei Tage Wochenende nach der re:publica gibt.

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Organisatorisch nur folgende, absolut konstruktiv gemeinte Kritik: Da die Konferenz räumlich noch weiter zersplittert ist (der Quatsch Comedy Club mit übrigens sehr angenehmer Athmosphäre kam noch hinzu), sollte man vielleicht darüber nachdenken, eine 10-15minütige Pause zwischen den größtenteils im Stundentakt angesetzten Slots zu legen. Um pünktlich in den nächsten Vortrag zu kommen, muss man den vorherigen oft früher verlassen. Da das viele auch machen, entsteht immer eine unschöne Unruhe zu Ende der Vorträge. Das kollektive Aufbrechen des Auditoriums ist auch nicht fair für die Sprecher, die ggfs. noch in den Schlußzügen ihrer Ausführungen sind.

Außerdem werden die Workshopräume inzwischen von der Größe her zum Problem. Wie man das lösen könnte, weiß ich allerdings auch nicht, da die Kalkscheune einfach fest zur re:publica dazugehört. Möglicherweise lässt sich die Terminierung der Vorträge optimieren um eine passendere Auslastung der verschiedenen Räume hinzubekommen? Mehr gibt’s auch nicht zu meckern, in das tausendfache Lob für die Organisatoren kann ich nur einstimmen.

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Im re:publica-Blog wird gerade ein Blogspiegel gesammelt. Falls jemand die nächsten 3 Tage nix zu tun hat, Lesefutter findet sich dort jetzt schon genug.

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re:publica2010 – Tag Zwei

16.04.2010, 18:21 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

Zu früh aufgestanden, Kaffee getrunken, Mails geguckt, Kaffee getrunken, Lungenbrötchen gegessen, Kaffee getrunken, geduscht, re:publica-T-Shirt angezogen.

Zur S-Bahn gewackelt, auf den falschen Bahnsteig gegangen, auf den richtigen Bahnsteig gegangen, Frühstücksverabredung spontan abgesagt, somit auf dem falschen Bahnsteig gestanden, auf den richtigen Bahnsteig gegangen, zum Friedrichsstadtpalast gefahren.

Kaffee getrunken, mäßig spannender Community-Management-Diskussion gelauscht, dabei Kaffee getrunken, WLAN verflucht, UMTS verflucht, leichten Kater verflucht.

Bratnudeln mit Ei gegessen, Espresso getrunken, festgestellt, dass ich zu viel Kaffee trinke, die zweite Hälfte des extrem gelungenen Wikileaks-Vortrags zugehört, bei Standing Ovations trotzdem sitzen geblieben, Kaffee getrunken.

Vor einem zu vollen Workshop-Raum gewartet, in einem zu vollen Workshop-Raum gestanden, einen tollen Text von bov in einem zu vollen Workshop-Raum vorgetragen bekommen, einen mäßigen Vortrag in einem zu vollen Workshop-Raum vorgetragen bekommen, und zwar darüber, was am Internet in Deutschland wirklich hassenswert ist.

Wasser getrunken (yeah!), @strawberrylin und @zielpublikum zum ersten Mal getroffen, über Fußballblogs geschnackt, den Vortrag über Fußballblogs besucht, im Hof gestanden und mit drölfzehnhundert Leuten geredet, deren Namen ich mir nicht merken konnte.

Schnell noch ein Team für den Laberflashmob zusammengekratzt, beim Laberflashmob unfassbar grandios auf der Bühne gescheitert, den Frust darüber mit Gin und Bier vertrieben, den Rest des Abends sich immer wieder daran erinnert, den Rest des Abends im Tag2-Blogartikel nicht zu erwähnen, Sven im Hotel den Fernseher noch angemacht, in 6 Sekunden eingeschlafen.

Halt ein ganz normaler re:publica-Tag.

Wie’s bei anderen so war? Man könnte z.B. Anke Gröner, Fischmarkt, pixlpop, Sven lesen.

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nowhere

24.11.2009, 21:28 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

re:publica10No where oder now here?

Das Motto der nächsten re:publica lautet „nowhere“. Jetzt und hier, das ist die Umschreibung einer mobil und jederzeit vernetzten Gesellschaft. Vermute ich zumindest. Ob die auf Basis dieses Mottos bahnbrechende Erkenntnisse bringen wird, lasse ich hier erstmal offen. Die letzten 3 re:publicas (re:publicen? re:publicae?) haben aber nicht durch Inhalte begeistert, sondern durch den wild durchmischten Haufen an Besuchern und Vortragenden. Dadurch entstand eine immer grenzwertig chaotische und ziemlich unkonventionelle, aber dafür oder sogar darum eine ungemein sympathische und ehrliche Konferenz. Es gab immer viel zu reden, viel zu diskutieren und viel zu lachen. Darum freue ich mich auf die nächste Berliner Runde vom 14.-16. April, wie gehabt in der Kalkscheune und wie im letzten Jahr zusätzlich auch im Friedrichstadtpalast.

Der Ticketverkauf hat schon begonnen.

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re:publica’09-Podcast

05.04.2009, 12:19 von jovelstefan | Kommentare geschlossen

Bevor ich heute Abend noch einmal ausführlicher auf die seit Mittwoch in Berlin stattfindende Netzkulturkonferenz re:publica09 eingehen werde, hier schonmal ein erster Apetithappen. Wie schon fast zur Tradition geworden, gibt es auch von der re:publica09 wieder eine Konferenzausgabe des Hamburger zum Mittag-Podcasts. Und wie bei der re:publica auch schon fast zur Tradition geworden, eine Ausgabe ohne Sven. Entgegen unseren sonst angewandten Podcast-Prinzipien haben wir dieses Mal auch ein Thema (Überraschung!) und quasseln kein dummes Zeug. Vielleicht sogar eine Art historischer Moment für unsere kleine Audioserie…

Den Podcast könnt ihr wie gewohnt auf dem Podblog anhören (dort auch mit den Shownotes und weiterführenden Links), über iTunes abonnieren (was natürlich die beste Variante ist) oder einfach hier im Player anspielen.

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Was geht?

28.03.2009, 13:03 von jovelstefan | 2 Kommentare

Bevor mich jemand für (virtuell) tot erklärt. Es gibt mich noch. Nächste Woche auch mal wieder zum Anfassen, auf der re:publica09 in Berlin. Ich freu mir nen Keks, endlich mal wieder ne schöne Konferenz mit tollen Leuten. Sven hat ne ganz wunderbare Auswahl zusammengestellt, was da in Berlin so Spannendes passieren wird. Sollte man sich bookmarken.

Ansonsten ist zur Zeit Arbeit, Arbeit, Arbeit angesagt und ich freue mich auf einen hoffentlich ruhigeren April, in dem ich mich dann endlich mal wieder etwas mehr um persönliche Netzgeschichten kümmern kann. Zum Beispiel den HzM-Podcast, dessen Regelmäßigkeit in letzter Zeit ein wenig zu wünschen übrig lässt. Immerhin gab es letzte Woche noch eine schön lange Folge, die ich euch sehr ans Herz legen möchte:

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Außerdem wird es nächste Woche so richtig losgehen mit einem Blog zur Bundestagswahl. Das Autorenteam formiert sich langsam und wenn jemand von euch Interesse hat, über die Netzaktivitäten der Politiker und Parteien zu schreiben, freue ich mich über eine Interessensbekundung, in den Kommentaren, per Mail, per Twitter-dm. Selbst wenn ihr nicht mitschreiben wollt, könnt ihr mir helfen. Ich freue mich über Linktipps und Hinweise auf andere Wahlblogs, nette Wahltools, interessante Blogartikel, Podcasts, Videos, whatever. Immer her damit!

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Hörgenuss von der re:publica08

07.04.2008, 23:08 von jovelstefan | 2 Kommentare

Drüben auf dem HZM-Podcast gibt es zwei neue Audio-Tracks, direkt von der re:publica08. Da ist zunächst der Podcast, leider (ja, wirklich leider) ohne den Sven. Der war nicht da und kann sich ärgern. Dafür aber mit dem Bosch. Ein feines Stück Mensch mit sehr intelligenten Aussagen und ein bisschen Humor hat er auch. Das war ne Wucht und es ist sehr hörenswert, was wir da so von der re:publica in Berlin erzählen:

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Ab zum Podblog…!

jovelstefan und bosch beim podcasten
Bildchen vom Herrn Hogenkamp geschossen…

Und dann ist da noch ein nettes Sample. Ich bin nach der Konferenz mal mit dem Mikro surch die Menge gegangen und habe Statements eingesammelt: „Dein Fazit zur re:publica in einem Satz?“ Interessant, wie wenig spontan der ein oder andere ist. Trotzdem ein schöner Querschlag durch die Meinungen zur re:publica:

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